Aktiv in Hohenlohe: Der Technologiebeauftragte der Landesregierung Baden-Württembergs zu Gast in Krautheim

04.02.2020
v.l.n.r. Bgm Andreas Köhler, Roland Rüdinger, Prof.Dr.Wilhelm Bauer, Arnulf von Eyb MdL, Margarete Graser
v.l.n.r. Bgm Andreas Köhler, Roland Rüdinger, Prof.Dr.Wilhelm Bauer, Arnulf von Eyb MdL, Margarete Graser

In die Räumlichkeiten der Spedition Rüdinger in Altkrautheim lud am Montagabend der CDU-Kreisverband Hohenlohe zur Veranstaltungsreihe „Aktiv in Hohenlohe“. Als Redner konnte diesmal der Technologiebeauftragte Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer gewonnen werden.

Über 60 Gäste verfolgten den etwa einstündigen Vortrag des geschäftsführenden Leiters des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation zum Thema „Zukunftsorientierte Innovationspolitik im ländlichen Raum“. In seinem Grußwort unterstrich der Kreisvorsitzende der CDU Hohenlohe Arnulf von Eyb MdL die Besonderheit des ländlichen Raums in Baden-Württemberg und Hohenlohe im Speziellen als Innovationsraum mit global vernetzten und hochprofitablen Mittelständlern. „Wo könnte diese Veranstaltung besser abgehalten werden, als am Knotenpunkt des logistischen Nervensystems unseres Wirtschaftsraumes?“, so der Landtagsabgeordnete. Und weiter: „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Heimat erhalten wir nur durch technologieoffene Innovationspolitik.“ Gastgeber Roland Rüdinger betonte, dass technologische Innovation seit jeher zum Markenkern der Spedition Rüdinger gehöre. Der Familienbetrieb des stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden von Krautheim war im vergangenen Jahr für seine Digitalisierungsstrategie mehrfach ausgezeichnet worden. Prof. Dr.-Ing. Bauer führte anschließend das interessierte Publikum durch die verschiedenen Aspekte seines Fachbereichs. Besonderen Wert legte er hierbei darauf, dass Baden-Württemberg zwar in einigen Schlüsselindustrien der Zukunft derzeit Nachholbedarf habe, sich aber gerade deshalb in diesen Feldern mutig dem globalen Wettbewerb stellen müsse. „Wir profitieren schon seit Jahrzehnten in besonderem Maße von den globalen Märkten. Warum sollten die effizienten, hochqualitativen und modernen Lösungen zukünftig nicht aus unserem Bundesland kommen?“ Grundlage hierfür sei jedoch, dass man sich notwendigen Entwicklungen nicht verschließe oder sich nicht einseitig auf Technologien fokussiere. „Ich bin mir sicher, dass diejenigen, die alles auf eine Karte setzen, am Ende nicht gewinnen werden.“, warb Professor Bauer für Technologieoffenheit. Anschließend stellte sich Prof. Dr. Bauer einer Vielzahl von Fragen interessierter Zuhörer. Die angeregte Diskussion drehte sich dabei vor allem um die Zukunft des Automobilbaus und der Verkehrspolitik, sowie die zukünftige Energieversorgung. Anwesend waren neben den bereits Genannten auch die Bürgermeister Andreas Köhler und Christoph Spieles aus Krautheim und Kupferzell, sowie die Ortsverbandsvorsitzenden Gerhard Sonnentag (Dörzbach), Sandra Dohmann (Schöntal), Hans-Joachim Lober (Mulfingen) und Albrecht Förstner (Kupferzell). Auch mehrere Mitglieder des Kreisvorstandes nahmen teil.